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Via Rennbahnklinik zu den Olympischen Spielen

8. Februar 2010 | noch kein Kommentar

Seit einigen Tagen bin ich nun in Kanada. Wir geniessen das wundervolle Wetter und die super Schneebedingungen hier in Nakiska. Mit vielen anderen Teams holen wir uns den letzten Schliff für die Olympischen Spiele.

Vor genau 4 Wochen wurde ich in der Rennbahnklinik in Muttenz von Dr. Lukas Weisskopf operiert. Bei einem Sturz in der Abfahrt von Haus hatte ich mir einen Riss im Innenmeniskus zugezogen. Dieser musste arthroskopisch behandelt werden. Bereits einige Stunden nach der Operation ging es mir schon besser als vor dem Eingriff und am zweiten Tag nach der Arthroskopie durfte ich mit dem Aufbautraining beginnen. Meine zwei Physios Fränzi und Felix hielten mich rund um die Uhr auf Trab und so machte ich schnell Fortschritte. Wir arbeiteten viel mit Gleichgewichtselementen, ich absolvierte jedoch auch täglich ein Kraftprogramm und brachte mich auch ausdauertechnisch wieder auf das gewünschte Leistungsniveau. Es war eine sehr intensive Zeit und abends schlief ich täglich todmüde, aber zufrieden ein.

Knapp 2 Wochen später durfte ich dann erstmals wieder auf meine geliebten Bretter. Es war ein super Gefühl, ohne Schmerzen wieder im Schnee zu stehen, und nach einigen Fahrten fühlte ich mich schon richtig wohl auf meinen Ski. Nach einigen erfolgreichen Tests und Untersuchungen bekam ich grünes Licht, das Weltcupwochenende in St. Moritz zu bestreiten. Ich freute mich riesig auf meine Rückkehr in den Weltcupzirkus. Natürlich war ich auch etwas nervös. Das erste Training verlief für mich sehr positiv. Das Knie fühlte sich gut an und überstand auch einen weiten ersten Sprung. Im Ziel war ich sehr erleichtert und fühlte mich rennbereit. Diese Rennen verliefen leider nicht ganz nach Wunsch. Dennoch konnte ich viel Positives von diesem Wochenende mitnehmen, vor allem die Tatsache, dass mein Knie alles gut überstanden hat.

Natürlich war dies eine spezielle Olympiavorbereitung. Nach meinem besten Saisonstart war der Sturz in Haus ein herber Rückschlag. Dank einem super Betreuungsteam und Umfeld erholte ich mich jedoch sehr schnell. Jetzt bin ich einfach überglücklich, trotz allem kurz vor meinem ersten Olympiastart zu stehen. Ein Kindertraum geht in Erfüllung und ich versuche alles in vollsten Zügen zu geniessen. Ich bekam die Chance, trotz meinem Sturz so kurz vor den Olympischen Spielen bei diesen am Start zu stehen und ich werde alles daran setzen, diese Chance auch dementsprechend zu würdigen.

Ich wünsche Euch allen eine spannende Olympiazeit.

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