Super-G

Der Sturm

13. Dezember 2010 | 2 Kommentare

Top motiviert reiste ich am vergangenen Donnerstag nach St. Moritz. Auf dem Weg stoppten wir kurz in Zürich-Kloten. Der Cargo aus Kanada war erst am Donnerstag morgen angekommen und gemeinsam machten wir uns ans auspacken. Es ist immer wieder erstaunlich wie viel Material wir das ganze Jahr hindurch mit uns mitschleppen. Ganze Stapel von Skisäcken warteten in der Lagerhalle des Transportunternehmens auf uns. Alles gut verladen reisten wir nun auf direktem Weg nach St. Moritz. Bereits auf dem Julier ahnten wir, was uns an diesem Wochenende in St. Moritz erwarten würde. Heftige Schneeböen verschlechterten die Sicht auf der Strasse stark. Im Hotel Salastrains erwartete uns wie immer ein super feines Nachtessen. Der pfeifende Wind begleitet uns schon am Donnerstag Abend in den Schlaf. Viele Pressetermine und ein abgesagtes Training später sassen wir am Freitag Abend im Zimmer und hofften, dass der Wind am Samstag Nachsicht üben würde. Nach einer ersten Zeit- und Startverschiebung, startete der Super-G am Samstag um 12.30 Uhr auf der verkürzten Piste. (mehr …)

Ein Podest zum Saisonstart

8. Dezember 2010 | 1 Kommentar

Eine gute und vor allem traumhafte Woche in Lake Louise liegt hinter mir. Im Training lief alles nach Plan und ich konnte seit langer Zeit endlich wieder einmal eine Trainingsbestzeit fahren. Das Wetter war wundervoll. Lake Louise ist immer schön aber in diesem Jahr war es einfach atemberaubend. Zuversichtlich startete ich in die erste Abfahrt. Ein grosser Fehler im obersten Streckenabteil brachte mich aus der Fassung. Ich konnte mich bis ins Ziel nicht mehr davon erholen und ärgerte mich über die verpasste Chance. Am Samstag war Revanche angesagt und trotz kleiner Fehler durfte ich mein erstes Weltcuppodium dieser Saison feiern. Der 9. Rang im Super-G rundete das Wochenende ab. Ein grosses Dankeschön an all meine Betreuer welche mir bei einigen schwierigen Entscheidungen im Materialbereich hilfreich und überzeugend zur Seite standen. Wir sind bereit für den Heimsuper-G.

Mein Athlet der Woche: Dani Albrecht (grandioses Comeback!)
Mein Buch der Woche: Sturz der Titanen – Ken Follett
Mein Film der Woche: The Book of Eli
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Mount Hutt

30. August 2010 | noch kein Kommentar

Unsere zweite Woche hier in Neuseeland verbringen wir zurzeit traditionell am Mount Hutt. Das Wetter ist hier das Thema Nummer 1. Bisher hatten wir mehr Glück als im vergangenen Jahr und konnten schon einige qualitativ hoch stehende Speedtrainings absolvieren. Der Berg ist jedoch sehr exponiert, sodass das Skigebiet häufig wegen starkem Wind geschlossen bleiben muss. Wir hoffen deshalb auf eine weiterhin stabile Wetterlage. Ich bin sehr glücklich endlich regelmässig mit den langen Ski unterwegs zu sein. Das Gefühl einer perfekten Super-G oder Abfahrtkurve, bei welcher man dieses Renngerät total unter Kontrolle hat ist einfach unbeschreiblich. Eine stabile Technik ist jedoch die Voraussetzung für solche Kurven und deshalb wird häufig nach dem Speedtraining eine zweite Einheit mit einigen Riesenslalom oder Slalomläufen eingeschoben. Die Unterkunft in Methven lässt ebenfalls keine Wünsche offen. Täglich werden sowohl von Athleten wie auch Betreuern neue kulinarische Highlights aufgetischt. (mehr …)

Auf und ab

21. März 2010 | noch kein Kommentar

Der vergangene Monat war von einem permanenten Auf und Ab geprägt. Voller Zuversicht reiste ich zu den Olympischen Spielen in Vancouver. Dem Knie ging es wieder besser und nach dem Training fühlte ich mich top vorbereitet. Im Rennen kam dann alles anders als geplant. Ich fuhr zwar ansprechende Zwischenzeiten, stürzte jedoch beim Zielsprung. Für mich war der Sturz sicherlich nur halb so schlimm, denn ich konnte mich in der Luft gut vorbereiten und das Gröbste abfedern. Körperlich kam ich mit einem blauen Auge davon, dennoch war die Enttäuschung natürlich sehr gross. Zuhause erholte ich mich einige Tage und dann ging es schon weiter zu den Weltcuprennen in Crans Montana. Nach einem sehr turbulenten Abfahrtsrennen, welches für mich enttäuschend endete, hatte ich noch die Chance mich im Super-G erstmals für den Weltcupfinal zu qualifizieren. Ich lag nur wenige Punkte hinter dem geforderten 25. Rang. So startete ich und versuchte alles aus der Piste herauszuholen. Ich hatte am Fernseher gesehen, dass die Strecke einiges Risiko zuliess und so versuchte ich bei jeder Kurve die noch etwas engere Linie zu wählen. (mehr …)

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